SEO-Texte schreiben: How-to

Keyword-Stuffing war einmal, heute blüht der Mehrwert. Doch reicht Relevanz alleine aus, um bei Google oben zu ranken? Wie Sie wirklich gute SEO-Texte schreiben und was Sie dabei für den Menschen und was für die Suchmaschine tun können, zeigt dieser Artikel.

SEO früher und heute

Lassen Sie uns gemeinsam einen ziemlich großen Sprung in die Vergangenheit wagen. Als 1993 erste Crawler online gingen, schlug bereits die Geburtsstunde von SEO. Denn die Search Enginge Optimization (SEO) war schon damals wichtig. Fragen, wie Inhalte aufbereitet werden müssen, um richtig gefunden und indexiert zu werden, stellten sich Entwickler schon früh. Spätestens seit Google dann 1998 den Pagerank einführte und Websites anhand ihrer Links einordnete, wurde SEO vom Nice-to-have zum Must-have. Mit der Jahrtausendwende knackte die Anzahl der indexierten Seiten bei Google erstmals die Milliardengrenze, andere Suchmaschinen verloren nach und nach an Bedeutung. Der Launch von Adwords kommerzialisierte die Suchmaschinenoptimierung noch mehr und lässt sie bis heute zu einem der wichtigsten Aufgaben des modernen Online-Marketings werden.

SEO-Strategien im Wandel

Doch die Strategien, wie ein gutes Ranking für die eigene Website erreicht werden kann, wechselten permanent. Mal stand das Linkbuilding im Fokus, mal die richtige Länge von SEO-Texten, mal wurde regelrechtes Keyword-Stuffing betrieben und mutmaßlich relevante Suchbegriffe möglichst oft und möglichst penetrant in die Texte gepackt. Gleichzeitig entwickelte sich der Google-Algorithmus kontinuierlich weiter und war Jahr für Jahr besser in der Lage, tatsächlich relevante Inhalte von solchen, die nur den Anschein machten, welche zu sein, zu unterscheiden. Sogar zu Sanktionen kam es, denn wenn sich Webmaster nicht an die von Google veröffentlichten Google Webmaster Guidelines, also an die von Google entwickelten Richtlinien für Webmaster, hielten, stufte Google die Seite schnell im Ranking herab und strafte sie dadurch ab. Im schlimmsten Fall kam es sogar zu einem Delisting: Die Website flog aus dem Google Index raus und konnte nicht mehr gefunden werden. Daran konnten auch die Texte Schuld sein, denn Google erkannte, ob Webmaster wirklich hilfreiche SEO-Texte schreiben und veröffentlichen wollten, oder sich mit mehr oder weniger redlichen Tricks einen Platz in den oberen Suchtreffern ermogeln wollten. Abgestraft wurden und werden unter anderem:

 

  • Spam auf der Website, z.B. Keywordstuffing
  • hidden text, also versteckte Texte
  • Duplicate Content, also doppelter/identischer Text auf mehreren Seiten
  • thin text, also sehr wenig oder nicht relevanter Text

 

 

SEO-Texte schreiben: Relevanz zählt.

SEO-Texte schreiben: Was nicht relevant ist, hat wenig Chancen auf ein gutes Ranking

 

SEO-Texte schreiben 2018: Was zählt heute noch und was nicht?

Bereits 1996 war es Bill Gates selbst, der einen Ratschlag gab, der heute aktueller denn je erscheint. In seinem Essay „Content is king“, dessen Titel längst zur Blaupause für funktionierendes Content Marketing avanciert ist, schrieb er:

„Wer von Leuten erwartet, dass sie etwas auf einem Computerbildschirm lesen, der muss sie mit brandaktuellen, detaillierten Informationen belohnen, die man gern durchstöbert.“

Genau das ist damals wie heute die Quintessenz guter SEO-Texte. Wer 2018 relevante SEO-Texte schreiben möchte, fährt nach wie vor gut damit, sich Gates’ Rat zu Herzen zu nehmen. Denn tatsächlich bringt der größte Spam und die gigantischste Linkfarm nichts, wenn der Content nicht stimmt. Damit dieser stimmt, gibt es gute Hilfen, die Sie verinnerlichen sollten.

Mensch statt Maschine: SEO-Texte müssen begeistern

Wer kauft am Ende Ihr Produkt? Wer empfiehlt Sie weiter? Google oder der Leser? Genau deshalb ist es so wichtig, SEO-Texte zu schreiben, die den Menschen ansprechen. Jeder User merkt bereits im ersten Absatz, wenn Sie nicht für ihn, sondern nur für irgendeinen Algorithmus geschrieben haben. Seine natürliche Reaktion: Enttäuschung, Ärger, ein Abwenden von Ihrem Angebot. Dieses Abwenden gipfelt dann darin, dass er ihre Seite schnell wieder verlässt und woanders nach der Antwort auf seine Fragen sucht. Online-Marketer sprechen dann davon, dass eine hohe Bounce Rate, zu Deutsch eine hohe Absprungrate, das Ranking verdirbt. Verweildauer und Absprungrate – beides sind Rankingfaktoren, die Sie durch relevante und begeisternde Inhalte beeinflussen können. Je interessanter und informativer Sie Ihre SEO-Texte schreiben, umso länger bleibt der User bei Ihnen. Und das ist letztlich nicht nur für ihn schön, sondern auch für Google, Bing. und Co.

Gute SEO-Texte schreiben bedeutet Fragen des Users beantworten

Gute SEO-Texte schreiben bedeutet, Fragen des Users zu beantworten

 

User first: relevante Inhalte, besseres Ranking

Was aber hält einen User nun auf Ihrer Seite? Welche Elemente muss ein guter SEO-Text enthalten, wenn er wirklich begeistern soll? Zum Beispiel folgende:

 

Relevante Inhalte

Gute SEO-Texte schreiben Sie vor allem dann, wenn Ihr Text die Fragen des Lesers möglichst umfassend beantwortet. Sucht jemand zum Beispiel nach einem guten Grafiker, wäre es sinnvoll, wenn Sie ihm nicht nur entgegenwerfen, dass Sie dieser Grafiker sind, sondern auch Belege dafür haben. Zeigen Sie Referenzen, führen Sie aus, welche Art von Grafiken Sie erstellen können, geben Sie Einblicke, welche Möglichkeiten der Kunde hat, sein Projekt grafisch nach vorne zu bringen und, und, und. Schaffen Sie einen Mehrwert und seien Sie besser als die 100.000 anderen Grafiker, die ebenfalls eine Website haben, über die sie Kunden gewinnen möchten. Wie Sie mit Ihren Website-Texten konkret vorgehen sollten, um hier zu punkten, finden Sie in meiner 5-Schritte-Mehrwert-Anleitung hier im Blog ausführlich erklärt.

Passende Keywords

Keywordrecherche und relevante Inhalte für den User schließen sich keineswegs aus: im Gegenteil! Zwar sollten Sie kein Keyword-Stuffing betreiben und einen Suchbegriff immer und immer wieder vollkommen unnatürlich im Text verteilen. Aber Sie dürfen Ihren Lesern durchaus Antworten auf die Fragen geben, die sie interessieren. Ein einfaches Beispiel: Meine Seite rankt für den Suchbegriff „Texter Würzburg“ auf Platz 1-3 bei Google. Denn die Tatsache, dass ich in und um Würzburg Texte anbiete, verbindet mich mit den Usern, die genau nach dieser Dienstleistung suchen. Und um diese Verbindung für beide Seiten optimal zu nutzen und dem Kunden den Weg zu mir zu erleichtern, nutze ich dieses Keyword auch auf meiner Website. Es würde dagegen aber gar nichts bringen, wenn ich für den Begriff „Texter Köln“ ranke, selbst wenn ich auch Kunden aus Köln habe. User die diesen Begriff suchen, möchten höchstwahrscheinlich einen Texter aus Ihrer Region finden und wären enttäuscht, wenn Sie zwar über das Keyword auf meiner Seite landen, dann aber feststellen, dass ich aus einer ganz anderen Ecke der Republik komme. Das haben Sie vielleicht selbst schon einmal erlebt und sind schließlich verärgert weitergesurft. Achten Sie daher darauf, dass Sie nur SEO-Texte schreiben, die für Sie und für Ihre Kunden relevante Keywords beinhalten. Der Google-Keyword-Planer gibt hier eine gute erste Orientierung. Um erst einmal herauszufinden, wonach Ihre potenziellen Kunden suchen, eignet sich auch das W-Fragen-Tool sehr gut. Denn wenn Sie eine Fragestellung aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven betrachten und relevante Fragestellungen beantworten, liefern Sie holistischen Content, der derzeit als vielversprechendste SEO-Maßnahme rund um Content gilt.

META Title & Description nutzen

Nicht nur der Text auf Ihrer Website selbst zählt, sondern auch der, den Google in seiner Suchergebnisliste anzeigt. Sie können diesen selbst festlegen, wenn Sie Texte für Title und Description formulieren und in Ihrem Content-Management-System, z. B. in WordPress hinterlegen. Tun Sie dies nicht, wählt Google selbst aus und nimmt dabei nicht unbedingt den relevantesten Teil Ihres Textes. Formulieren Sie daher klickanreizende und höchst informative Kurztexte für Title und Description, die Ihr gesamtes Angebot bzw. den Inhalt der verlinkten Seite gut umreißen. Die Länge für den Title sollte 70 Zeichen nicht überschreiten. Für die Description galt lange Zeit eine Obergrenze von 156 Zeichen, da sonst der Text am Ende abgeschnitten und in den Ergebnislisten nicht mehr angezeigt wurde. In den letzten Wochen zeigte sich aber der Trend zu längeren Descriptions: Google zeigt heute also auch Snippet-Texte an, die länger als die klassischen Zweizeiler sind. Bei SISTRIX gibt es dazu eine interessante Übersicht.

Richtige Textgröße und Länge

SEO-Texte sind keine Romane und auch keine wissenschaftliche Ausarbeitung. Sie sind prägnant, übersichtlich und gegliedert. Denn kein Mensch hat die Geduld und Nerven, sich am Bildschirm mehrere tausend Wörter Fließtext durchzulesen. Die Empfehlung, wie lang die besten SEO-Texte sein sollten, schwankt von Jahr zu Jahr. Mal ist von 300 Wörtern Minimum die Rede, mal von 1000 oder gar 3000+. Tatsächlich richtet sich die optimale Länge nach dem Inhalt des Textes. Wenn Ihr Thema so viele Fragen aufwirft, dass Sie Raum brauchen und diese erst in 2000 Wörtern klar beantworten können, dann tun Sie das. Ist nach 250 Wörtern alles gesagt, dann belassen Sie es dabei, denn ein künstliches Aufblähen löst wieder nur den ungewünschten Absprungeffekt aus. Gelungen ist der Text dann, wenn keine Fragen zum Thema offen bleiben. Mogeln, indem Sie eine kleinere Schriftgröße wählen, damit möglichst viel Content auf eine Bildschirmseite passt, lohnt sich aber nicht. Wählen Sie eine Schriftgröße, die angenehm zu lesen ist, ohne die Augen zu stark zu strapazieren. Im Durchschnitt liegt die ideale Web-Schriftgröße bei ca. 16 Pixel. Übrigens sind Punkt und Pixel keineswegs identisch. Auf der Seite der webart-IT finden Sie eine gute Umrechnungstabelle.
SEO -Texte schreiben das heißt auch: gliedern, entzerren, bebildern

Holistischer Content

Wenn es um die optimalen SEO-Texte ging, gab es lange Zeit den Trend, möglichst spezifische Texte anzubieten. Also pro Themenbereich eine eigene Unterseite mit einem eigenen SEO-Text anzulegen und bloß nicht zu viele Randbereiche thematisch unterzumischen. Im Zuge des immer gefragteren holistischen Contents – der Begriff fiel bereits kurz, als es um die richtigen Keywords ging –
entwickelte sich diese Empfehlung aber weiter. Heute gilt es als deutlich sinnvoller, ein Thema ganzheitlich zu behandeln. Konkret bedeutet das, dass ein Thema nicht länger eindimensional, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden sollte. Das fällt beim eigenen Angebot manchmal schwer, weil die Distanz fehlt. Auch hier kann das W-Fragen-Tool hilfreich sein und neue Fragestellungen zum eigenen Thema auflisten, die Ihnen selbst gar nicht bewusst waren.

 

Angenehmer Lesefluss

Wir alle kennen das Paradebeispiel eines hölzernen und enorm anstrengenden Leseflusses: Amtsdeutsch. Was in Gesetzen und Vorschriften textlich geboten wird, hätte bei Google wohl keine Chance. Achten Sie daher unbedingt immer auf den Lesefluss, wenn Sie gute SEO-Texte schreiben möchten. Schreiben Sie:

 

 

 

 

Richtige SEO-Optik

Nicht nur die Wörter selbst sind wichtig, sondern auch die Optik Ihrer suchmaschinenoptimierten Texte. Dazu gehören zum Beispiel gliedernde Absätze. Vermeiden Sie es, Absätze von mehr als 300 Wörtern, besser noch Absätze von mehr als 150 Wörtern zu verfassen, wenn Sie SEO-Texte schreiben. Fügen Sie lieber eine Zwischenüberschrift mehr ein, als eine zu wenig und leiten Sie den User mit optischen Hervorhebungen. Fetten Sie besonders relevante Satzteile oder lockern Sie das Gesamtbild mit Tabellen, Listen, Bildern und Videos auf. Am Ende geht es darum, gute SEO-Texte zu schreiben und diese in ein ansprechendes Gesamtbild einzufügen. Dieses Gesamtbild kann übrigens variieren, je nachdem, ob Ihr Leser klassisch am Desktop-PC, mit dem Smartphone oder Tablet zu Ihnen kommt. Überprüfen Sie daher unbedingt, wie die Optik auf unterschiedlichen Geräten aussieht, um möglichst allen Usern entgegenzukommen. Denn nur wenn sich der Leser wohlfühlt, ihn das Lesen Ihrer Seite nicht zu stark fordert, sondern ganz angenehm und leicht für ihn ist, wird er lange bleiben. Wenn Sie dann zusätzlich noch das Keyword an relevante Textstellen packen, beispielsweise in die Seiten-URL, die Snippets sowie in Titel und einige Zwischenüberschriften – freut sich der Suchalgorithmus obendrein.

 

Gute SEO-Texte schreiben heißt…

… hilfreich sein! Wenn Sie in erster Linie an Ihre Leser denken und ihnen relevante Informationen in ansprechender Optik sowie Links zu hilfreichen weiteren Informationen bieten, machen Sie bereits ziemlich viel richtig. Wenn Sie außerdem noch auf Suchbegriffe optimieren, die für Sie relevant sind und die Fragen Ihres potenziellen Kunden betreffen, steigen ihre Chancen auf ein gutes Google-Ranking enorm. Wenn Sie möchten, helfe ich Ihnen auch dabei – kontaktieren Sie mich einfach, wenn Sie Ihre SEO-Texte schreiben lassen möchten!

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